00:00:00: Herzlich willkommen beim VinoCast.
00:00:04: zum Kellerwirtschaften in Inflationsdienst Nummer elf vom siebten September zwanzig sechsundzwanzig.
00:00:11: Aus dem Dienstleistungszentrum ländlicher Raum Rheinfalls, ich bin Bernhard Schandelmeier.
00:00:16: heute ist Montag der siebte September zwansich sechsund zwanzigh.
00:00:21: Der Herbst läuft mit schnellen, sehr schnellen Schritten.
00:00:26: Die Punkte, um die es heute geht ist die Stickstoffversorgung.
00:00:30: Die Farbe bei Graubergunder und Blonde Noir.
00:00:33: Die Herstellung von Farbsiesreserve.
00:00:36: Beginnen wir im Weinberg.
00:00:38: Wir konnten diese Woche nur noch bis zu achtundzwanzig Anlagen beproben.
00:00:42: Das heißt unsere Mindestprobenzahl von fünf Anlagen ist nur noch beim Riesling und beim Rießling im Minimalschnitt gegeben.
00:00:50: Der Rieslings liegt im Mittel bei sechsten Achtzig Grad Ökste und zehn Komma Sechs Gramm Säure je Liter.
00:00:57: Im Minimalschnitt sind es durchschnittlich seventy-fünf Grad Öksse und dreizehn Gramm säure.
00:01:05: Das sind rund elf Grad Oxto.
00:01:06: Unterschied, das ist erwartbar, dass es typischerweise so der Rückstand hält allerdings hängt nicht allein vom Erziehungssystem ab sondern auch der jeweilige Ertrag Und die Spannweite liegt zwischen siebenundsechzig und vierneunzig Grad Ökste.
00:01:26: Da wo sehr wenig drin ist, sind wir neunzig grad ökste.
00:01:31: Manche Betriebe werden wohl die Lese im Laufe dieser Woche abschließen In anderen zieht sich das noch etwas hin.
00:01:37: Die bislang sehr geringen Niederschläge von Mitte August bis jetzt führen dazu dass der Zeitdruck nicht besonders stark ist.
00:01:48: Bemerkenswert bleibt wie schon Zum Anfang des Herbs gesehen, wie früh unsere Reifemesserung.
00:01:53: Das war seit Beginn der Messerungen, und wir kommen jetzt zum wichtigsten Thema für die Gärung zur Stickstoffversorgung.
00:02:06: Die Werte liegen in diesem Jahr deutlich unter dem langjährigen Mittel.
00:02:15: Über- oder sogar unter hundert Milligramm Hilfe verwertbarem Stickstoffgeliter.
00:02:20: Einzelne Moste, wir hatten einen Ristingmost aus einer Minimalschnittanlage der Zerchsenzwanzig Milligrammen.
00:02:28: Da sollte man aufpassen dass die Versorgung in der Gärung dann entsprechend gut ist.
00:02:37: Es steigt das Risiko für böckserschleppende Gärungen und Geerstockungen.
00:02:42: Die Hefe muss zur tatsächlichen Versorgungs des Mostes passen.
00:02:46: Am Aroma-Ausprägung beworben sind manchmal gefährlich, weil das typischerweise Hefen mit einem höheren Nährstoffbedarf sind.
00:02:57: Da sollte man also aufpassen dass man in solchen Situationen dann vielleicht Hefen nimmt die weniger Nährstoffbedarf haben.
00:03:05: auch ein hohes Moskgewicht also alles was über zwei Komma fünf Volumen prozent Alkohol am Ende erreicht sind in der Endvergierung besonders anspruchsvoll.
00:03:17: Eine Möglichkeit ist, die Analyse des Hefeverwertbaren Stickstoffs und darauf dann eine gezielte Nährstoffgabe.
00:03:26: Das ist deutlich leichter als später dem Böcksarnach zu laufen!
00:03:31: Bei ausgeprägtem Mangel sollte die Versorgung frühzeitig unter mehreren Schritten erfolgen und das kann man mit Diharmoniumphosphat oder wenn man gleichzeitig die Säure oder den pH Wert senken will in der G-Hierung auch mit Diarmonium Solfahrt machen.
00:03:46: Inaktive Häfen und Autodysate können die Versorgung ergänzen, aber den Stickstoffmangel können sie nicht ausgleichen.
00:03:57: Die letzte Stickstoffgabe sollte spätestens erfolgen wenn die Hälfte des Zuckers vergoren ist.
00:04:03: Sonst kann das von den Häfen nicht mehr aufgenommen werden.
00:04:07: Die Orientierungswerte für die Gabenstehne in unserem schriftlichen Infoservice war sogar so dass bei hohen Mossgewichten auch dass eine Gramm pro Liter bei sehr, sehr niederem Gehalt nicht ausreichen würde für eine vollständige Versorgung.
00:04:26: Und man denkt dann immer zum Anfang direkt des Herbstes ja es geht alles gut und das läuft und am Ende geraten die dann doch noch in Stocken.
00:04:38: Nur zur Farbe bei Graubergunder und Blonde Noir.
00:04:41: Die Trauben sind in diesem Jahr teilweise ausgesprochen kräftig ausgefärbt.
00:04:47: Ein Heulenwein erzeugen möchte, muss deshalb bereits bei der Verarbeitung ansetzen.
00:04:53: Kurze Standzeiten, schonende Pressung, frühzeitige Abtrennen der Helden während möglicher Maßnahmen, spätere Pressefraktion vom Spätebogunder gegebenenfalls zum Grosseegeben.
00:05:08: Die Farbe im Most ist nicht das Kriterium.
00:05:12: sofort zu handeln Zunächst auf eine SO-Zweigabe verzichten hilft.
00:05:17: Ein Teil der Farbstoffe kann dann oxidieren und ausfallen, auch während der Gehrung und durch die Anlagung an hier vernimmt die Farbe im weiteren Verlauf der Weinbereitung meist ab.
00:05:29: Später mit der ersten SO-zweigabel wird die Farben dann zumindest vorübergehend auffällen.
00:05:35: Die Farbstoffe sind dann nicht dauerhaft entfernt.
00:05:38: Die absolute Farbe lässt sich eigentlich erst nach der Geherung oder nach der SO II Gabel beantworten.
00:05:46: Die Kohleschönung steht dann im Braum, die bindet aber zugleich wichtige Aromastoffe und führt dann zu einem weniger intensiven Wein.
00:05:58: Das bleibt eine Gratwanderung zwischen ausreichender Farbkorrektur und dem Erhalt des Aromas.
00:06:05: Die Farbe allein ist ja kein Weinfehler.
00:06:07: bei Graubigunder ist die unproblematisch.
00:06:09: bei blauen Dinoa kann das dann zu Schwierigkeiten bei der Qualitätsmeinprüfung führen.
00:06:15: Rotweinbereitung wäre durchaus ein Thema dieses Jahr.
00:06:20: selten waren die Anlagen so schön, um daraus Rotweins zu machen.
00:06:25: Das ist schon das zweite Jahr in Folge.
00:06:29: da könnte man nachdenklich werden ob man denn ein solches Jahr vorbeikommt nicht dann trotz allem einen Rotweinn macht den meist wird er ja über längere Zeit verkauft.
00:06:40: Bei großbärigen Sorten oder Klonen kann auch in so einem Jahr der Saftentzug die Farbe und Intensität des Weines verdichten.
00:06:52: Stummschweifelung der Maische ist ein Thema, eine farbsüßere Servis, ein Thema was wieder hochkommt und gefragt wird.
00:06:59: Da würde man zwei Schritten vorgeben.
00:07:02: Man gibt die Esser II-Gabe dann natürlich gasförmig weil man große Mengen hat zunächst auf die Maische und einen zweiten Schritt nach dem Pressen.
00:07:12: Die genauen Mengen und Hinweise stehen auch in unserem schriftlichen Dokument, also irgendwo zwischen tausend Milligramm und zweitausend Miligramm pro Liter.
00:07:21: Arbeitsschutzmaßnahmen dabei beachten.
00:07:23: gasförmige SO-II ist eben sehr gefährlich.
00:07:28: Standzeit reichen meist fünf bis sechs Stunden.
00:07:31: die Süßreserbe erscheint zunächst deutlich.
00:07:33: Hier haben wir das gleiche Phänomen.
00:07:36: bei dieser Menge bindet sie sich an die roten Farbstoffe bei der späteren Entschwefelung für die Bindung gelöst und die Farbe tritt wieder hervor.
00:07:47: Die Frage nach dem Lagerbehälter kommt dabei dann auch auf, ideal sind Gfk-Tanks oder wenn es ganz kleine Mengen sind auch Glasballons.
00:07:57: Die üblichen Edelstahltanks haben zwar im Deckel das sogenannte VIVA an den Seiten aber nicht.
00:08:06: Auch wenn das ganz voll liegt, gibt es da Bedenken dass so eine Oberflächenkorrosion durch diesen hohen Anteil an freie SO-Zwei kommen kann.
00:08:16: Die Klärung braucht Geduld dabei, das bildet sich erst nach zehn bis vierzehn Tagen.
00:08:22: die Eiberstabilität ist wichtig also muss vorher eine Bentonidschönung meist mit einer Menge von fünf bis acht Kilogramm erfolgen.
00:08:33: In dem schriftlichen Teil gibt es auch eine einfache Tabelle, dass man sich überlegt, wenn man ein zwei oder drei Prozent gibt.
00:08:40: Wie viel trägt das dann später zum SO-Zweigehalt des fertigen Weines bei?
00:08:49: Das war's zu unserem VinoCast aus Kis Elf vom siebten September.
00:08:55: Wichtig achtet in diesem Herbst besonders auf die Nährstoffversorgung eurer Moster und Alle Tabellen und ausführlichen Hinweise findet ihr in der schriftlichen Ausgabe.
00:09:07: Wenn Ihr Rückmeldung zur Hörfassung habt, freue ich mich, schreibt mir gerne an Bernhardt.schandemeieratdlr.rlp.de.
00:09:15: Die Adresse findet auch auf der Homepage des DLR-Reinfalls.
00:09:20: Ich wünsche Euch einen guten Herbst und gut durchgernde Moster!
00:09:23: Bis zum nächsten VinoCast.