00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom VinoCast-Tipps für Winzer.
00:00:05: Diesmal geht es um unseren KISS Infoservice Nummer zehn, vom einunddreißigsten August zwanzig sechsundzwanzig.
00:00:16: Das letzte Mal hat mir eine KI Stimme.
00:00:19: Dies mal lese ich das selber vor.
00:00:22: mein Name ist Bernhard Schandemeier.
00:00:24: Ich arbeite am DLR Rheinfalls als Berater.
00:00:28: In dieser Folge geht es um die aktuelle Traumreife in der Fals, um den Hefe verfügbaren Stickstoff und auch um die Frage der Alkoholausbeute.
00:00:40: Beginnen wir mit der aktuellen Situation im Weinberg.
00:00:44: Wahrscheinlich ist heute einer der Tage dieses Jahr mit der stärksten Leseraktivität.
00:00:49: In unseren Reifemessungen war es so dass die Hälfte der Beprobten anzeigen Anlagen bereits gelesen ist.
00:01:02: das ist ausgesprochen früh.
00:01:05: ein vergleichbaren stand zum eintrassigsten august haben wir in dieser zahlreihe oder in dieser zeitreihe seit neunundneunzig nicht gesehen.
00:01:16: Das ist wohl der frühe herbst Auch wenn er vielleicht nicht die maximalen Moskewichte gebracht hat, den viele erwartet haben.
00:01:29: Der Gesundheitszustand der Trauben ist insgesamt weiterhin gut.
00:01:34: Die Trauben werden ja empfindlicher je weiter die Reife fortschreitet und auch die Feuchtigkeit der vergangenen Woche macht sich inzwischen bemerkbar.
00:01:44: bei kompakten Trauben beginn sich einzelne Bären gegenseitig abzudrücken.
00:01:52: beobachtet.
00:01:56: Wenn es Folgendes gibt, ist das nämlich keine Butritis und dies Jahr auch noch kein Pnezillium.
00:02:03: Je höher das Moskwicht, desto empfindlicher die Anlagen.
00:02:08: Man kann die weitere reife Entwicklung je nach Risikobedürfnis noch weiter ab Warten.
00:02:18: Es ist sozusagen die Abwägung zwischen Reife und zunehmend dem vollen des Risiko.
00:02:24: Die Moskewichte sind in der vergangen Woche je nach Rebsorte um vier bis neun Grad ökste gestiegen, das ist wenig erstaunlich weil natürlich eine Rebsort wie Müller Togo jetzt nicht unbedingt auf Neunzig Grad kommt.
00:02:39: und wenn dann gewisses Niveau erreicht ist, dann geht die Reife sehr viel langsamer.
00:02:48: Das haben wir ja vorher auch schon angemerkt.
00:02:50: Die großen Unterschiede zwischen den Weinbergen, die sich eben auf die Wasserversorgung beziehen.
00:02:59: Bei Ries-Tink haben wir im Durchschnitt sogar ein Fünfzehn-Grad-Öchse-Unterschied.
00:03:05: bei grauen Spätbegründer sind es jeweils neunzehngrade Unterschied.
00:03:10: Der Durchschnittswert, den wir raus geben müsste man dann gucken ob man da eher am oberen Ende oder am unteren Ende liegt.
00:03:18: Ich glaube bei Spätburg-Gunder haben wir an dem oberigen Ende uns jetzt der hundert Grad Marke genähert und das obwohl wir noch nicht mal im September sind.
00:03:27: das muss man einfach mal reflektieren.
00:03:32: Die Säurewerte liegen bei Müller-Togger haben wir noch, bei Weißbughunder, bei Graubehundertsieben, bei Riesling sind wir noch bei Vierzehn Komma Sieben also unproblematisch.
00:03:47: Wir haben dieses Jahr das haben wir ja von Anfang an gesagt ein hohe Wein-Säure.
00:03:51: Anteil war spät bei Buhunder achtzig Prozent bei Weisbughunter sechsten Achtzig und bei Rießling neunund siebzig.
00:03:59: Das ist erheblich mehr als in anderen Jahren und deswegen wird die Sauere jetzt auch nicht so tief fallen.
00:04:05: Die Äpfelsauere ist weitgehend abgebaut.
00:04:10: Das kann man sich überlegen, wenn wir dann vielleicht zu dem Stoß kommen wollen noch länger hängen lassen.
00:04:15: Was ich glaube was ganz wichtig wäre nochmal Ist der Hefe verfügbare Stickstoff?
00:04:23: Der ist sehr sehr nieder.
00:04:27: das heißt Hier muss man erheblich aufpassen.
00:04:34: Wir hatten ja das letzte Mal die Tabelle, wie weit man sozusagen Anfangszeichen auftügen soll.
00:04:40: Da müsste man noch mal gucken.
00:04:43: beim Spätbuchhunder liegt der Mittelwert bei hundred und zwanzig Milligramm.
00:04:46: wir brauchen mindestens zwei hundert.
00:04:49: also dass ist ein weiter weiter Weg.
00:04:51: je nach Reb-Sorte unterschreiten die diesjährigen Mittelwerte, die langjährigen Vergleichswerte um ca.
00:04:58: und zwanzig bis sechsundvierzig Prozent.
00:05:01: Das heißt, die Gefahr einer schleppenden Gehrung oder einer Böckserbildung ist außerordentlich groß.
00:05:08: Und wenn es größere Mengen sind, lohnt sich sicher auch eine Untersuchung im Labor auf die Stickstoffversorgung, dass man dann gezielt in diesem Bereich kommt, den man eben braucht.
00:05:24: Deswegen muss man wirklich aufpassen, sonst kommt es ja hinterher auch gerne mal zu einer Gehrstörung und das sollte man jetzt berücksichtigen.
00:05:37: Der zweite Schwerpunkt der Folge beschäftigt sich nochmal mit dem Moschgewicht und dem zu erwartenden Alkoholgehalt.
00:05:44: Das vergisst man dann ja manchmal wenn man sich nicht jeden Tag damit beschäftigt.
00:05:50: Grundsage dafür ist natürlich, das weist an jeder eine möglichst genaue Moskewichtsbestimmung.
00:05:55: Und dann stellt man fest, dass hat mir auch schon geschrieben die Reifermessung im Weinberg und die erste Messungen im Keller sind unterschiedlich meist.
00:06:03: es ist ein Keller dann niederer weil man bei der Traubenprobe natürlich tendenziell die stärkerexponierten Trauben nimmt und im Keller dann natürlich die Gesamtheit Dann eben auch Trauben berücksichtigt, die ungünstiger liegen.
00:06:23: Eine weitere mit Rolle spielt die Messmethode.
00:06:28: Bigeschwinger und digitale Rectometer liefern grundsätzlich sehr genaue Ergebnisse.
00:06:35: bei der Dichte-Messung ist es so das gut Trubteile das Ergebnis erhöhen.
00:06:41: Das kann durchaus zwei Grad Ökse ausmachen, man denkt dann immer dass die Mosswaage die genausten Ergebnisse liefert.
00:06:49: Man muss dann feststellen also zwischen einer Probe vor und nach der Verklärung bestehen Unterschiede.
00:06:56: am günstigsten wäre ist für die Berechnung dann die vorgeklärte Probe zu nehmen oder vielleicht noch ein oder zweie Gratöchse abzuziehen, wenn man eine Dichteumessung macht.
00:07:08: Beim Refractometer, wie gesagt, macht das keinen Unterschied.
00:07:14: Das funktioniert immer gut bis es so trüb ist dass kein Licht mehr durchfällt.
00:07:19: Beim andere Fraktometer auch das wissen viele... Es ist darauf zu achten welche Skala verwendet wird.
00:07:25: die in Deutschland übliche Traubenmoskala hat oben rechts ein D und bei dieser Skala Sprechen, zwanzig Grad pricks einem Moschgewicht von so mann achtzig grad ökste.
00:07:39: Es gibt dann auch die Saftskala.
00:07:41: Die Saft Skala ist dadurch gekennzeichnet dass sie bei null Ökste startet und dann bis ich weiß nicht hundertvierzig oder So geht.
00:07:48: Und Bei der Entsprechend?
00:07:50: Zwanzig grad pricks nur dreieinachzig grade ökse.
00:07:54: Diese Faktometer sind deutlich günstiger.
00:07:57: auch die kann man.
00:07:58: nehmen.
00:07:58: Man Müsse Dann Einfach Zwei-Grad-Öksel dazu zählen.
00:08:05: Für die Berechnung einer Anreicherung wird zunächst aus dem Mosgewicht der zu erwartenden natürliche Alkoholgehalt abgeschätzt.
00:08:13: Danach wird die Differenz zum Gewünschen ermittelt und die gesetzlichen Grenzen in der Tür zu beachten.
00:08:22: Bei Weißwein wird in der Regel seit den letzten Jahren, seitdem die Sorge eben gefallen ist mit einem Zuckerungsfaktor von.
00:08:34: Das bedeutet, dass zweikommer eins Gramm Zucker je tausend Liter Most notwendig sind um die Alkoholkonzentration.
00:08:46: Um ein Gramm hier Lieder zu heben Beim Rotwein sind die Verluste größer.
00:08:53: deswegen nimmt man hier den Faktor zwei Komma vier.
00:08:58: Beim Rotwein wundert man sich dann manchmal, warum die Zahlen mit dem von Weibswein zwei Komma eins gleich sind.
00:09:05: Das liegt einfach daran dass der Flüssigkeitsanteil in der Rotweine Meischegerung, der wird mit eighty-fünf Prozent angenommen.
00:09:14: und diesen festen Anteil den würde man nicht erreichen nur den Saftanteil und den dann eben mit dem Faktor zwei Kommafir weil die Verdunstung in der Maisgegerung und beim Abpressen einfach höher liegt.
00:09:30: Deswegen ist das durchaus ein Faktor, der das etwas schwieriger macht.
00:09:35: je nach Rebsorte also man hohen Feststoffanteil hat dann wird die Ausbeute höher sein.
00:09:43: Wichtig wäre auch dass wenn man damit anfängt.
00:09:46: manchmal guckt man dass der Zucker muss dann wirklich aufgelöst sein.
00:09:49: da kann man mal den Most in die Finger nehmen und wir gucken ob die Kristalle auf gelöst sind.
00:09:55: das dauert manchmal länger als man denkt Die Zuckeranalyse, man hat ja glaubt dann das wäre besser wenn man das im Labor machen lässt.
00:10:05: Das wird nicht genauer sein als bei einer FTR-Analyse denn meine FTR Analyse werden Glokose und Fructose sind ein sehr großen Mengen da und dadurch treten dort auch Messabweichungen auf Und das kann dann eben auch zur Ungenauigkeit führen.
00:10:28: Auch ist die Berechnung des zwar anderen Alkohols je nach Labor unterschiedlich.
00:10:32: Manchmal wird dort der Sauere Gehalt nicht berücksichtigt wie in der von uns favorisierten Tabelle, die kann man auch nochmal nachschauen einfach Tabellen zur Weinbereitung eingeben und dann kommt man dahin auf die Homepage vom DLR wo es sich runterladen lässt.
00:10:56: Unterschiede zwischen der Reifemessung, dem Ausgewicht im Betrieb einer Zuckeranalyse und dem später festgestellten Alkohol sind nicht automatisch Hinweise auf eine fehlerhafte Messung.
00:11:09: Meist wirken eben mehrere Einflüsse zusammen.
00:11:14: Man kann auch auf unsere digitale Pinwand gehen und die Dokumente dort aufrufen.
00:11:22: Damit sind wir schon am Ende dieser Folge.
00:11:24: Wir probieren diese Hörfassung derzeit als zusätzliches Angebot zum schriftlichen Infoservice aus, deshalb interessiert uns ob sie im Betriebsalltag hilfreich ist und da können Sie gerne eine E-Mail an mich schicken.
00:11:41: Bernhard mit die Schandelmaier.
00:11:51: Vielen Dank fürs Zuhören, kommen Sie gut durch die Lese und bis zur nächsten Folge von VinoCast Tipps für Winzer.