00:00:06: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge des VinoCast.
00:00:11: Ich sitze heute hier zusammen mit Bernhard Tunnelmayer, hi Bernhard!
00:00:15: Hi
00:00:16: Wir haben wieder das Weinrecht auf dem Programm weil sich da auch dieses Jahr oder ab dem Jahrgang des XXVI so einiges ändern wird.
00:00:24: wir hören ja gerade vieles über Herkunftsbezeichnungen und Regeln die dann neu auf uns zukommen werden Aber so richtig greifbar ist das für viele dann doch noch nicht.
00:00:36: Kannst du uns grad mal abholen, was da gerade so vor sich geht?
00:00:39: Es gibt doch Veränderungen... viele haben das vielleicht noch gar nicht so realisiert, was da auf einen zukommt.
00:00:47: Manchmal denkt man auch, man wäre gar nicht betroffen.
00:00:49: und wenn man dann wirklich in die Preisliste schaut, dann stellt man fest, man ist ja doch betroffen.
00:00:54: also wer jetzt eigentlich die Gelegenheit sich vielleicht mal strategisch zu überlegen wie will ich mich aufstellen?
00:01:01: Und welche Änderungen betreffen mich wirklich?
00:01:04: Das gilt dann für mit dem Jahrgang XX, da komme ich dann gar nicht mehr drum herum.
00:01:10: bedeutet dass All diejenigen, die Weine abfüllen sich eigentlich mit dem Thema beschäftigen müssen?
00:01:17: Ich würde mal sagen ja zumindest mal checken dass das alles bei mir stimmt.
00:01:21: Also das glaube ich da kommst du einfach nicht dran vorbei.
00:01:24: Wenn man ein bisschen konkreter, das heißt wir haben hier verschiedene Anbaugebiete in Deutschland und dort werden bestimmte Regeln festgelegt was erlaubt ist.
00:01:35: Und was nicht.
00:01:36: insbesondere mit den Gebieten müssen sich die einzelnen Personen noch mehr beschäftigen richtig?
00:01:43: Ja weil es ja diese Änderung gegeben hat dass die Schutzgemeinschaften die Produktspezifikationen bestimmen können Und die können Änderungen beantragen.
00:01:54: Das dauert dann ungefähr vier Jahre, bis sie genehmigt werden.
00:01:58: Da gibt es schon Änderung und man wäre doch gut beraten mal, die Produktspezifikationen, die einen selber betreffen anzuschauen.
00:02:06: Die gibt es auf der Seite der Blei, die liegen so ein bisschen versteckt.
00:02:10: Man müsste dann in die Suchmaschine eingeben.
00:02:12: Produktspezifikation, Wein, BLE... Und dann nach denen gucken, die für Qualitätswein oder Landwein zuständig sind in dem jeweiligen Gebiet.
00:02:23: Das ist jetzt noch ein bisschen wenig aufgeräumt.
00:02:25: auf der Seite des Bläters soll sich ändern und da soll mehr Sichtbarkeit entstehen.
00:02:30: Aber
00:02:30: was wir auf jeden Fall ja machen können ist dass wir das Ganze schon mal in den Show Notes verlinken Dass dieser Weg ein bisschen einfacher wird auch wenn aktuell noch im Prozess des Aufräumens ist.
00:02:41: Ja, man kann das auch in unserem Weinrecht für Schule und Praxis.
00:02:44: dieses Heftes findet man ja auch über die Suchmaschine Und da haben wir das auch hinterlegt.
00:02:49: Die Herkunft Auch
00:02:50: das würden wir natürlich verlinken.
00:02:52: Wenn wir jetzt mal ganz konkret auf das Etikett schauen Was ist denn die sichtbarste Veränderung?
00:03:00: Zunächst könnte man vielleicht sagen dass was sich nicht verändert der Gebietzwein, also Pfeilsrhein-Hessen Mosel.
00:03:08: Da habe ich nichts.
00:03:09: das nächste was dann sozusagen danach an Geografie kommt oder herkommt wer das was früher Bereich war und jetzt Region heißt Das spielt in der Pfeil nicht so eine Rolle.
00:03:21: Baden ist es durchaus ein Thema Und dann muss sich den Begriff Regionen davor stellen und dass in der gleichen Schrift Größe, Farbe und Driftart.
00:03:33: Das unmittelbar erkennbar ist, das gehört zusammen.
00:03:37: Kannst du da mal ein Beispiel nennen?
00:03:40: Bei uns wäre das jetzt Region Mittelhardt-Deutsche Weinstraße.
00:03:43: aber wie gesagt in der Falsch spielt das jetzt keine Rolle dann müsste da Region davor.
00:03:47: was sich auch berücksichtigen sollte wäre... Nämlich, wenn man jetzt sagt ja ich mache nur das Gebiet.
00:03:54: Dass sich natürlich auch in meiner Werbung also auf Internetseiten und Preislisten dann nicht sagen kann Das ist in dieser Original Lage gewachsen.
00:04:04: Also dass er so eine Art Kavaliersdelikt.
00:04:07: aber die Herkunft verweihen ist eben ganz wichtiger Punkt.
00:04:11: Und die EU sagt, dass es eigentlich der Treiber mit dem ihr Geld verdienen könnt Ja, die Einzigartigkeit und dann kann man das natürlich nicht selber noch mal sabotieren.
00:04:23: Also dann müsste man andere Sachen machen – das machen ja manche, die dann sagen wie Gesteinsarten oder aber mit den Lagen auf die kann ich immer nur soweit zurückgreifen, wie das dann auf meinem Etikett
00:04:33: steht.".
00:04:33: Jetzt gibt es ja neben den Regionen noch einen Punkt der ein bisschen konkreter wird und tiefer geht die Leitgemeinde.
00:04:41: Die gibt es schon ziemlich lange, aber könntest du da mal den Hintergrund erklären?
00:04:47: Die Leitgemeinde Regelung ist für jeden Winzer heute eigentlich eine Selbstverständlichkeit.
00:04:52: Sie kam vor fünfzig Jahren und die hatte den Hintergrund, dass man größere Vermarktungseinheiten schaffen wollte, die auch einen Lagennamen tragen.
00:05:03: Und dann hat man gesagt, damit wir da zu größeren Einheiten kommen, erlauben wir das Lagen, die sich über ein größeren Raum erstrecken, bekanntesten Ortsnamen oder Ortsteil-Gemarkungsnahmen übernehmen können.
00:05:22: Und das ist eigentlich das mit der Leitgemeinde, das hat dann aber schon später nicht mehr gestimmt weil man natürlich gesagt hat also eighty fünf Prozent der Trauben die müssen aus dem Stamm wo was auf dem Etikett angegeben.
00:05:36: Das heißt, die Leitgemeinde-Regelung gab es sowohl bei Großlagen als auch bei Einzelagen.
00:05:44: Und das ist sehr tückisch, dass man jedes Nurstück auf der Karte der Landwirtschaftskammer nachschauen müsste.
00:05:57: Wo liegt das denn wirklich?
00:05:59: Wenn wir jetzt ... Wir gehen mal zur Islenshaut.
00:06:03: Das ist ja eine Einzellage.
00:06:05: Da spielt das jetzt kein Problem, aber es gibt hier auch... Ich scheue mich davor die jetzt namentlich auszurufen.
00:06:12: Es gibt auch hier Lagen, die sozusagen über Ortsteile hinweg gehen bei den Großlagen Meerspinnen Dann würde ich sagen, dass da auch mehr spinne.
00:06:23: Da müsste ich schauen, liegt das jetzt in dem Ortsteil Moosbach oder in dem Ortsteil Gimmelding?
00:06:29: Was sich auf jeden Fall machen könnte?
00:06:31: wenn ich das nicht so gut finde dann könnte ich die Gemeinde angeben und das wäre in diesem Fall Neustadt.
00:06:35: eighty-fünf Prozent müssen eben daher stammen was auf dem Etikett steht Und wenn mein Weinberg dann eben in Moosbach nickt, muss er Moosback laufen.
00:06:44: Eigentlich muss man ehrlich sagen, wenn du in einer Großlage bist.
00:06:49: Das haben wir jetzt ein bisschen vorgegriffen mit der Leitgemeinde dann ist das so gedacht dass die Gemeinde da gar nicht genannt wird.
00:06:56: Das wäre ja schon eine Ausnahme an der Großlage sondern dass der Begriff Region vor die Großlage kommt also dass es nicht mehr die Kombination mit der leite gemeinte gibt.
00:07:07: Sondern wenn wir jetzt die Meerspende nehmen steht da Region, Meerspin und das ist genau wie bei dem Bereich muss es dann in gleicher Schrift, gleicher Größe, gleicherschriftart sein.
00:07:17: Also das muss man sich auch wirklich überlegen weil ich glaube da ist auch so ein kleiner Faltsträck dass ich dann vielleicht geneigt bin das unterschiedlich darzustellen und das würde dann nicht gehen.
00:07:28: je nachdem wie ich das empfinde vielleicht die Großlage eben weniger attraktiv weil dann unmissverständlich klar ist dass das eine großlage ist.
00:07:37: In Rheinland-Pfalz ist es relativ einfach, bei der Kammer Weinlagen und einfach mal Landwirtschaftskammer eingeben.
00:07:44: Da komme ich dahin in anderen Bundesländern – das ist nach meinem ersten Eindruck schwieriger!
00:07:49: Ich muss das einmal
00:07:50: machen.".
00:07:50: Wir werden jetzt noch mal spezieller... wie sieht's denn eigentlich bei den Einzellagen aus?
00:07:55: So hat das eben schon im Nebensatz erwähnt aber da wird das ja jetzt deutlich...
00:08:02: Ja, da müsste ich auch noch mal die Leitgemeine, weil die vielen gar nicht bewusst ist.
00:08:07: Nach meiner Wahrnehmung mag jeder unterschiedlich sehen.
00:08:10: dann könnte man eben hier auch die Gemeinde oder den Ortsteil nennen immer mit der Lage.
00:08:18: was wir jetzt da noch nicht haben wäre das was viele als und ich glaube dass wird attraktiver als Ortswein bezeichnet aber mehr ein Begriff der wirklich nicht so fest definiert ist, sagen wir mal.
00:08:30: Das ist tatsächlich der Gemeindeteil.
00:08:33: also hier von Neustadt wäre das jetzt mussbach dass das was man als gemeinteteil bezeichnet oder als ortsteil besser noch ortsteil und die gemeinde ist dann eben neustadt.
00:08:43: also das glaube ich wird attraktiver dass man dann sagt isst er denn in dieser gemarkung gewachsen?
00:08:49: Und wenn man sich das überlegt würde man da genauso nachschauen.
00:08:53: Bei der Einzellage gehen wir jetzt noch weiter, schaue ich dann dass die Gemeinde oder der Ortsteil mit dazustehen sowohl auf einem Schauetikett als auch auf dem Hauptetikette.
00:09:06: Manche sagen ja auf Front und Rücken oder Etiketten.
00:09:10: Also da wo die verpflichtenden Angaben gehört, das zusammen und da wo ich vielleicht dann präsentiere, gehört das auch zusammen.
00:09:19: Das war bisher nicht so.
00:09:20: Bisher konnte ich dann die Gemeinde nur auf das Hauptetikett setzen jetzt wie gesagt auch auf der Schauetikette.
00:09:27: Da muss das nicht in gleicher Schriftgröße, gleicher Farbe- und Schriftart sein sondern hier könnte ich dann das abweichen.
00:09:35: aber ich muss dass beides dastehen haben.
00:09:38: Damit soll vermieden werden, dass ich sozusagen da auch unscharf bin.
00:09:41: Sondern dass der Verbraucher genau weiß wo das jetzt gewachsen
00:09:46: ist.
00:09:46: Was würdest du denn sagen?
00:09:47: Wo liegen die größten Risiken für die Betriebe?
00:09:51: Das größte Risiko ist, dass sie mich damit gar nicht beschäftigen.
00:09:54: Dann habe ich mal ein Problem.
00:09:58: Insbesondere wie gesagt haben wir jetzt mehrfach mit der Leitgemeinde im Kopf rum geht, dass was man unbedingt auch beachten muss ist eben das es für die Einzellage eine Rebsorten-Liste gibt.
00:10:11: Die dafür gelten...
00:10:13: Eine Positivliste.
00:10:14: also nur die Rebsorte die aufgeführt sind dürfen dann auch Miteinslage genannt werden?
00:10:20: Das ist aber von Gebiet zu Gebiet unterschiedlich.
00:10:23: da muss man sich also ich glaube das muss man nämlich wirklich nochmal nachgucken je nachdem wo man sich befindet und das ist eigentlich der Punkt wo die meisten Diskussion entstehen.
00:10:34: weil das eben auch dieser Teil der Profilierung, der ist eben schmerzhaft wenn ich jetzt nicht diese Rebsorten fabriziere die da fabriisiert sind.
00:10:41: Also das habe ich immer wieder in Diskussionen bemerkt dass das schwierig ist.
00:10:46: Das finden wir aber auch in unserem Weihnachtsverschule und Praxis habe ich mal zumindest die von Rheinland-Pfalz aufgezählt Und das würdest du finden in den Produktspezifikationen wo es dann geht Aber wie gesagt sehr unterschiedlich.
00:10:59: zum Beispiel in Baden sind bei Prädikaten die süß sind weil ich das richtig verstanden habe, alle Rebsorten zulässig.
00:11:06: Das gibt es jetzt in Rheinland-Weiß
00:11:07: nicht.".
00:11:08: Das haben wir schon gesagt.
00:11:09: was ist der Unterschied zwischen Gemeinde Ortsteil und Ort?
00:11:12: Also nochmal wiederholt würde Gemeinde bedeuten... Wenn man so will Oberbegriff der Ortsteile wären dann eben das ist ja hier üblich dass sich die Ortsteilen dann eben in die Gemeinden integriert haben Und der Ortswein oder der Orte festgelegter geografischer Bezug, sondern wird für Wein gerne genommen in diesem Dreieck.
00:11:38: Wenn es weiter nach oben geht, dann regelt man von Ort.
00:11:40: Man muss da aber unbedingt aufpassen.
00:11:43: Da gibt es auch die Regelung das Mindest-Mossgewicht auf Kabinettniveau und Vermarktungszeitpunkt zu berücksichtigend sind.
00:11:51: Das Kabinettsniveaux bezieht sich nicht darauf, dass der Wein oder die Süßreserve nicht angereichert sein dürften, sondern dass ich eben etwas höheres Mosgewicht habe.
00:12:03: Und Vermarktungszeitpunkt ist dann der fünftzehnte Zwölfte
00:12:07: bei den Ortsweinen.
00:12:08: Ich glaube das ist vielleicht auch der ganz gute Abschluss.
00:12:11: was sind die wichtigsten zwei drei Dinger?
00:12:14: Die Betriebe jetzt auf jeden Fall auf dem Schirm haben sollten.
00:12:18: Region mit dem Begriff muss mich auseinandersetzen.
00:12:21: Ich muss mich damit auseinander setzen Vermarktungszeitpunkten, ob die denn stimmen und die Rebsorte bei der Einzellage.
00:12:31: Dann habe ich eigentlich die konkreten Punkte.
00:12:33: was wir in unserem Seminar hier gesehen hatten war das muss man auch sagen dass man sich dann natürlich auch mal überlegen kann das Sortiment, was ich habe.
00:12:42: Ob das das widerspiegeln kann?
00:12:44: Ob das etwas ist, was zu mir passt und dann wäre es durchaus sinnvoll da vielleicht mal nachzusteuern oder dass im gleichen Moment sich zu überlegen wie will ich denn eine Struktur in meinen Sortiment bringen.
00:12:56: Denn das Problem, was man nahezu alle haben die länger mein Weingut existiert, desto mehr Weine habe ich auf der Preisliste.
00:13:07: Und das könnte ja auch eine Gelegenheit da sein, da mal aufzuräumen weil die Chargengröße auch einen wesentlichen Einfluss auf den Preis hat.
00:13:16: dann müsste ich das vielleicht in ein Gesamtkonzept
00:13:19: bringen.
00:13:20: Ich glaube, es ist auf jeden Fall wichtig sich frühzeitig mit dem eigenen Produktsortiment und der eigenen Struktur zu beschäftigen.
00:13:29: Die Vorgaben der eigenen Schutzgemeinschaft nochmal nachzulesen und nicht erst kurz bevor das Etikett in den Druck
00:13:37: geht.
00:13:38: Ja sonst könnte ich eigentlich dann nur gefahrlos eben das Anbaugebiet drauf schreiben.
00:13:43: Wem das reicht sagt noch mal – das ist ja auch in Ordnung!
00:13:47: Die meisten Weine, z.B.
00:13:48: hier weiß ich das aus der Falz werden tatsächlich mit Falz... Verkauf des Anderen hat eine sehr viel geringere Bedeutung.
00:13:55: Wenn ich damit leben kann, kann ich auch das machen und dann muss ich nur daran denken dass sich eben sonst auch keine genaue Herkunft nennen kann.
00:14:03: Ich muss eben sagen wir wirtschaften die Weinberge schon so lange oder ich habe die auf diesem oder jenen Gestein was man dann auch in dem Geoportal nachschauen kann wie sich das verhält.
00:14:12: Dann würde ich sagen danke dass wir schon mal ne erste Einordnung geschafft haben.
00:14:17: Ich glaube es ist ein Thema was viele beschäftigen wird Und vielleicht gibt's auch nochmal den einen oder anderen Workshop dazu.
00:14:24: Das
00:14:24: werden wir sicher noch mal fortsetzen, ja?
00:14:27: Okay gut!
00:14:28: Danke!